Master-Thesis: Faktor-IPS im Kontext von Microservice Architekturen und Single-Page-Applications

Der Studiengang Softwareentwicklung an der FH Technikum Wien gipfelt im vierten Semester mit einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit – der Master-Thesis.

Im Rahmen des Projektes VIGO-nextGen ergab sich für unseren Studenten Peter Kaisinger die ideale Möglichkeit seine Masterarbeit auch entsprechend praxisnah für FaktorZehn zu verfassen.

Bei VIGO-nextGen handelt es sich um ein spannendes und vielschichtiges IT-Projekt, das die Migration des Angebotssystems einer großen österreichischen Versicherung realisiert. Ausgehend von einem monolithischen Java EE System erfolgt eine vollständige Neuentwicklung in Form einer Microservice Architektur. Die Benutzeroberfläche wird in diesem Rahmen als Single-Page-Applikation realisiert.

Beide Architekturkonzepte erfuhren innerhalb der letzten Jahre enormen Zulauf und gewannen stark an Popularität in einer stetig wachsenden Open-Source Community.

Das Spring Framework bietet mit Spring Boot ein umfangreiches Framework zur Realisierung von Microservices im Unternehmensumfeld und wurde aus diesem Grund auch für VIGO-nextGen ausgewählt.

Unter den zahlreichen Innovationen der JavaScript Community innerhalb der letzten Jahre erblickte eine Vielzahl an neuen Frameworks für Benutzeroberflächen das Licht der Welt. Darunter auch Angular, welches von Google entwickelt wurde, und im Rahmen des Migrationsprojektes eingesetzt wird.

Für versicherungsfachliche Software bietet Faktor-IPS eine hervorragende Möglichkeit die Vertrags- und Produktdomäne zu modellieren und Produkte entsprechend zu konfigurieren. Faktor-IPS wird bereits im bestehenden Angebotssystem verwendet und wird innerhalb des Migrationsprojektes für die fachlichen Microservices wiederum eingesetzt.

„Faktor-IPS im Kontext von Microservice Architekturen und Single-Page-Applications“ diskutiert unter anderem die Herausforderungen innerhalb des modernisierten Technologie-Stacks und zeigt einen konsistenten Lösungsvorschlag auf.

Dazu ermöglicht der in der Master-Thesis gezeigte Lösungsansatz zunächst die Kommunikation, welche innerhalb eines verteilten Systems zwingend erforderlich ist. Über eine neu definierte REST Schnittstelle können die Faktor-IPS Produktinformationen eines Microservices von entfernten Aufrufern abgefragt werden. Entfernte Aufrufer können dabei sowohl andere Microservices, als auch die Benutzeroberfläche sein.

Entwickler, die mit Faktor-IPS arbeiten, sind dessen Schnittstellen bestens bekannt. Die Master-Thesis bietet mit „FIPS-JS“ eine Implementierung eines REST-Clients für die entfernte Schnittstelle. Der Client bietet dabei Wiedererkennungswert zu den bekannten Faktor-IPS Klassen und Interfaces und nutzt hierfür TypeScript. TypeScript bietet die Möglichkeit einer Typisierung auch innerhalb eines JavaScript-Technologie Stacks. In der Community gewann TypeScript rasch an Popularität, was man beispielsweise auch an der Headline des TIOBE Index für Juli merkt: „TypeScript continues to rise“. „FIPS-JS“ ist dabei unabhängig von dem verwendeten JavaScript-Framework und kann somit auch ohne Angular, beispielsweise in Verbindung mit React oder Vue JS verwendet werden.

Für die weiteren Themen der Master-Thesis gibt es für Interessierte die Arbeit in digitaler Form zum Download, bzw. liegt ein Print-Exemplar in der Bibliothek der FaktorZehn Wien bereit.

Die Master-Thesis praxisnah im Unternehmen zu verfassen bot für mich die beste Möglichkeit zum Abschluss meines Studiums, wofür ich mich bei allen Beteiligten und insbesondere bei Thomas Wruß, der die Arbeit offiziell betreut hat, bedanken möchte. Die Arbeit gab mir die Möglichkeit viele innovative Technologien kennenzulernen und einzusetzen.

Autor: Peter Kaisinger


Quellen:

https://www.tiobe.com/tiobe-index/

Link zur Master-Thesis:

https://www.dropbox.com/s/b6dctjwzaix0ns5/62197_se16m039.pdf?dl=0

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