Acht Tipps für das Arbeiten im Home-Office

Tipps für Arbeit im Home-Office

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation arbeiten momentan viele Menschen im Home-Office. Dabei treten bei den meisten ähnliche Probleme auf: Wie arbeite ich auch von Zuhause produktiv? Wie trenne ich Arbeit von Freizeit? Wie kann ich mich sinnvoll mit meinen Kollegen austauschen? Wie bleibe ich konzentriert und lasse mich nicht ablenken?

Natürlich muss hier jeder für sich seine ideale Vorgehensweise finden, aber es gibt durchaus einige Tipps, die Euch dabei helfen können.

Wir stellen euch 8 Tipps vor, die Ihr für ein produktives Arbeiten im Home-Office beachten könnt.

 

  1. Schaffe Dir einen Raum oder Platz zum Arbeiten und richte ihn nach Deinen Bedürfnissen ein

Je nach räumlichen Möglichkeiten ist das leichter gesagt als getan, aber die Empfehlung ist trotzdem sich eine Ecke oder ein Zimmer ausschließlich für das virtuelle Arbeiten einzurichten. Diese strikte Trennung hilft, am Ende des Arbeitstages tatsächlich abzuschalten oder umgekehrt im Laufe des Arbeitstages nicht durch private Themen abgelenkt zu werden.

Ideal ist hierfür natürlich ein extra Arbeitszimmer, welches nach individuellen Bedürfnissen eingerichtet werden kann. Aber auch ein Tisch reicht aus, um Dir Deinen idealen Arbeitsplatz einzurichten.

Zuhause hast Du die Freiheit, den Arbeitsplatz ganz nach Deinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu gestalten – das solltest Du auf jeden Fall nutzen. Wichtig ist dabei, dass er sauber und ordentlich ist, Unordnung lenkt unnötig ab.

Auch eine gesunde Sitzhaltung ist wichtig. Hierbei kannst Du Dich an den wichtigsten Punkten für Ergonomie am Arbeitsplatz orientieren:

Tipps für die Arbeit im Homeoffice

Weitere Empfehlungen sind natürliches Licht und die richtige Arbeitstemperatur.

Je mehr Tageslicht Du an Deinem Arbeitsplatz zu Hause hast, desto besser. Sonnenlicht als Lichtquelle steigert erwiesenermaßen die Produktivität. Unzureichende Beleuchtung kann hingegen Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und depressive Stimmung verursachen.

Die perfekte Arbeitstemperatur liegt bei 20-22 Grad. Ist es zu warm, wirst Du schläfrig. Werden jedoch die Finger kalt, sind Tippfehler vorprogrammiert.

 

  1. Mach‘ es Dir nicht zu gemütlich.

Ja es ist sehr verlockend im Bett den PC hochzufahren und noch im Pyjama die ersten Mails zu beantworten. Und auch auf der Couch kann gemütlich gearbeitet werden. Trotzdem ist das nicht ratsam. Denn der Ort und die Kleidung wirken sich unbewusst auf Deine Gemütshaltung aus. Natürlich brauchst Du nicht im Business-Kostüm bzw. im Anzug am heimischen Schreibtisch zu sitzen. Entscheide Dich am besten für bequeme Kleidung, die Du auch im Büro tragen würdest – dann stellen auch spontane Videoanrufe des Vorgesetzten, der KollegInnen oder eines Kunden keinen Schreckmoment mehr dar.

Auch ist es wichtig, dass Du Deine tägliche, gewohnte Routine beibehältst. Der Wecker kann natürlich später klingeln, da Du Dir den Weg zur Arbeit sparst, aber ansonsten empfehlen wir: Same procedure as every day. Und schon kann der Arbeitstag produktiv starten.

 

  1. Plane Deine Arbeitszeiten und To Dos.

Bei der Arbeit im Home-Office kommt es schnell vor, dass sich Arbeit und Privates vermischen, bei schönem Wetter doch mal längere Pausen gemacht werden oder aber auch viel zu lang gearbeitet wird. Daher ist es sinnvoll, sich selber feste Arbeitszeiten zu setzen, diese auch einzuhalten und sich einen Plan zu machen, was alles an dem Tag geschafft werden muss. Die Zeiten müssen natürlich dem eigenen Team mitgeteilt werden, sodass Meetings entsprechend geplant werden können.

Dabei hilft es, sich konkrete Aufgaben für den Tag zu setzen und die jeweils benötigte Zeit hierfür zu planen. So kann auch die Pause eingeplant werden, wodurch der Arbeitstag eine klare Struktur erhält. Wichtig ist, dass Du Dir nicht zu viel vornimmst, um den Zeitplan und die vorgegebenen Ruhepausen einhalten zu können

Für die erfolgreiche Umsetzung Deiner Ziele eigenen sich verschiedene Produktivitätsmethoden. Die „Eat the Frog“-Methode, die den Ansatz verfolgt, zu Beginn des Tages die Aufgabe zuerst zu erledigen, die als die unangenehmste wahrgenommen wird, könnte Dir vielleicht helfen. Das Pareto-Prinzip besagt wiederum, dass die Aufgaben zuerst zu erledigen sind, die den größten Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben.

Gegen Ablenkung von sozialen Medien gibt es verschiedene Tools, wie zum Beispiel Rescue Time, die den Zugriff auf die gewünschten Seiten zeitweise blockieren können. Um Umgebungsgeräusche auszusperren, können entweder klassische Ohrstöpsel verwendet werden oder Noise-Cancelling-Kopfhörer. So kannst Du sicherstellen, dass Du konzentriert bei der Arbeit bleibst und Deine Dir selbst gesetzten Aufgaben erledigen kannst.

 

  1. Sorge für Dein leibliches Wohl

Bei der Arbeit zuhause gelten die gleichen Grundsätze wie beim Arbeiten im Büro. Du solltest immer eine Flasche Wasser auf dem Schreibtisch stehen haben, damit Du nicht vergisst, über den Tag verteilt ausreichend zu trinken.

Die meisten haben auch an Ihrem Arbeitsplatz ein paar Snacks bereitstehen, wenn sie während der Arbeit naschen wollen. Daher stelle Dir idealerweise auch daheim bereits vorab einige gesunde Bürosnacks wie beispielsweise Nüsse, Obst oder Gemüse bereit.

Eine gute Pause am Mittag ist auch wichtig, um am Nachmittag produktiv weiterarbeiten zu können.

 

  1. Nutze Pausen, um an die frische Luft zu gehen

Frischluft in der Pause kann eine schöne Abwechslung sein und dabei helfen zu entspannen. Im Gegensatz zur Arbeit im Büro, kann bei der Arbeit im Home-Office die Mittagspause auch gut mit etwas Sport gefüllt werden. Bewegung tut gut, um den Kopf freizubekommen und neue Energie zu sammeln. Dafür eignet sich besonders Joggen, Yoga oder auch ein kleiner Spaziergang.

Um genügend Pausen zu machen, eignet es sich zum Beispiel einen Timer zu stellen, da im Home-Office leider kein nette/r KollegIn vobeikommt und nach einem gemeinsamen Kaffee fragt.

 

  1. Fördere den Austausch mit KollegInnen und Kunden

Ein großer Nachteil an der Arbeit im Home-Office ist, dass Du keinen persönlichen Austausch zu Deinen KollegInnen, Kunden oder Geschäftspartnern pflegen kannst. Dadurch besteht die Gefahr, sich schnell einsam vorzukommen. Eine Möglichkeit dagegen vorzugehen sind Videotelefonate. Diese ersetzen zwar nicht den persönlichen Austausch miteinander, sind aber eine gute Ergänzung zum Kontakt via E-Mail oder Chat.

Generell ist eine gute Kommunikation beim mobilen Arbeiten besonders wichtig, so dass die Kollegen auch wissen, wann wer erreichbar ist. Einfache Informationen und kurze Abstimmungen in Teams lassen sich in digitalen Gruppenchats wunderbar regeln. Auch die Festlegung eines Dailys, in der Ihr Arbeitsfortschritte im Team transparent macht, sind in dieser besonderen Situation empfehlenswert.

 

  1. Versucht Meetings möglichst effizient und geregelt abzuhalten.

Ineffiziente Online-Meetings können Zeit und Nerven kosten. Daher sollte jedes Team Regeln und Richtlinien aufstellen, die helfen die Produktivität in Meetings zu erhöhen. Wir haben hier einige Beispiele für Euch gesammelt:

  • Seid pünktlich.
  • Lasst einander ausreden.
  • Sorgt dafür, dass Ihr während des Calls nicht abgelenkt werdet oder Hintergrundgeräusche stören.
  • Bestimmt eine/n ModeratorIn für jedes Meeting
  • Stellt sicher, dass Ihr eine passende Ausstattung wählt, die keinen unerwünschten Hall erzeugt. Wer häufiger Videokonferenzen führt, sollte für eine ausreichende, aber nicht zu grelle Beleuchtung sorgen – und für Ordnung im Blickfeld der Kamera.
  • Begrenzt die Teilnehmerzahl: Welches Team-Mitglied ist unabdingbar, damit das Meeting zum Erfolg wird? Nur diese Menschen sollten auch eingeladen werden.
  • Bereitet eine Agenda für Eurer Meeting vor und teilt diese vorab mit: das ist ein enormer Effizienzbooster, da die wichtigen Themen geordnet besprochen werden können.
  • Führt Protokoll in dem die offenen Aufgaben und Zuständigkeiten notiert werden.
  • Versucht, wenn möglich, Videocalls anstatt Telefonate zu führen. Das hilft bei der Zuordnung von Stimmen und Informationen, die über Körpersprache übermittelt werden, gehen nicht verloren.

 

  1. Ziehe nach dem Feierabend einen klaren Schlussstrich unter den Arbeitstag.

Am Ende eines Tages ist es wichtig auf den vergangenen Tag zurückzublicken und mögliche Verbesserungen zu ermitteln. Was hat Dir besonders geholfen, produktiv arbeiten zu können? Hast Du Deine geplanten Aufgaben erledigt oder waren sie zu viel/zu wenig? Hast Du Deine Pausen eingehalten? Sind neue Aufgaben aufgekommen, die Du morgen erledigen kannst?

Wenn Du Dir selbst diese Fragen beantwortest, kannst Du am nächsten Tag strukturierter starten und kannst Deine Produktivität auch beim Home-Office immer weiter steigern.

 

Genauso wichtig ist es, Feierabend zu machen und klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatem zu ziehen. Im besten Fall bedeutet das auch einen Ortswechsel – vom Arbeits- ins Wohnzimmer zum Beispiel. Fahre den Rechner herunter und widme Dich Deinem Feierabend, ganz so, wie Du es auch an einem „normalen“ Arbeitstag machen würdest.

 

 

Wenn Ihr diese acht Tipps beachtet, habt Ihr eine gute Basis für eine produktive Arbeit im Home-Office. Und solltet Ihr Euch doch mal ablenken wollen: auf unserem Blog findet Ihr viele weitere spannende Artikel. 😉

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